Holografie (silbrig schimmernde 3D-Bilder)

 
1948 veröffentlichte der Physiker Dr. Denes Gabor (ungarisch: De'nes Ga'bor, 1900-1979) in England seine Entdeckung vom Prinzip der Holographie. Das griechische Wort „holos“ bedeutet „ganz“ und das Wort „graphein“–„schreiben“. Und damit sind wir schon bei einer Besonderheit der Holographie. Ein Hologramm lässt sich nämlich von vielen Seiten aus betrachten, auch von oben und unten. Man kann sozusagen um ein Objekt herumschauen und entdeckt dahinterliegende Details. Die klassische Stereofotografie enthält dagegen nur Bildinformationen aus nur zwei Perspektiven.
 
Auch sonst hat die Holografie wenig mit der Fotografie gemeinsam. Während bei der Fotografie die Farbinformationen auf dem Film festgehalten werden, speichert ein holografisch belichteter Film die Lichtwellen oder das Interferenzmuster. Die richtig Beleuchtung des Films gibt die Lichtwellen wieder frei, so als befände man sich direkt vor dem Objekt. Hier zeigt sich auch ein weiterer großer Vorteil, nämlich die Raumwirkung entsteht ganz ohne Betrachtungshilfe (autostereoskopisch).
 
Für seine ersten Hologramme verwendete Dr. Denes Gabor noch das weiße und gefilterte Licht einer Quecksilberdampflampe. Einige Jahre später war durch die Entdeckung des "LASER" die ideale Lichtquelle geboren und die Holografie machte einen gewaltigen qualitativen Sprung nach vorn. Lange Zeit schien die Holografie nur Physikern und einen kleinem Kreis von Enthusiasten vorbehalten zu sein. Das zeigt sich auch daran, dass Gabors Leistungen erst 1971 mit dem Nobelpreis belohnt wurden.
 
Heute sieht man Hologramme auf Geldscheinen, Scheckkarten und allem, was sonst noch vor Fälschern gesichert werden muss. Große Zukunft könnte das Hologramm als Speichermedium bekommen. Auch die Grundlagen für ein holografisches Kino sind schon gelegt. Am dänischen National-Labor in Risoe arbeitet der Physiker P. S. Ramanujam an einer Aufnahmetechnik mit holografischen Sofortbildern. Hier wird eine spezielle Polymerschicht verwendet, die sich blitzschnell belichten und sogar wieder löschen lässt. Das Material wird durchleuchtet und an eine Wand projiziert. 100 Bilder pro Sekunde sind möglich.