2D-3D-Konvertierung

2D-3D-Konvertierung

 

 


Die 2D-3D Umwandlung immer dann wird benötigt, wenn als Ausgangsbildmaterial nur ein flaches, also zweidimensionales Bild zur Verfügung steht, das abgebildete Motiv jedoch als Raumbild dargestellt werden soll. Es ist oft kostengünstiger die Mono - Aufnahmetechnik einzusetzen oder vorhandenes 2D-Bildmaterial zu nutzen.
 
Ein weiterer Vorteil der Konversion ist, dass die plastische Wirkung bei der Bearbeitung beeinflusst werden kann. Damit können konstruktive oder verfahrensbedingte Schwächen bei den verschiedenen Betrachtungstechniken ausgeglichen werden.
Nachteil: Die Objekte wirken innerhalb des Raumbildes mehr oder weniger flächig (Kulisseneffekt), abhängig vom Aufwand, der bei der Bildbearbeitung betrieben wird.
 
Die 2D-3D Konversion kann auf beliebige zweidimensionale Vorlagen angewendet werden; z.B. Fotografien, Malereien, Logos, Zeichnungen, Illustrationen, Texte, Comics, ...
 
Solch eine Transformation wird häufig für das Anaglyphen -Verfahren eingesetzt (z.B. Werbeprospekte). Hier werden nur zwei unterschiedliche Ansichten des Motivs benötigt. Aber auch im 3D-Lentikular (Linsenraster) -Verfahren ist eine nachträgliche Konversion sinnvoll, da hier wesentlich mehr Ansichten (5 bis x) erforderlich sind und eine Spezialkamera nicht immer zur Verfügung steht.
 
Die Transformation erfolgt in der Regel per Hand mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Folgende Schritte kommen dabei zur Anwendung:

 1-beispiel11. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm  wird zweimal das gleiche Bild, das konvertiert werden soll, nebeneinander angeordnet. Die Objekte des Motivs befinden sich auf exakt gleicher Höhe.  

 

 

2. Nehmen Sie das linke Bild und stellen Sie die Objekte frei (ausschneiden), die in den Hintergrund rücken sollen (in diesem Fall das graue Quadrat). Verschieben Sie es nach rechts (ca. 6% der Bildbreite).
 
3. Anschließend stellen Sie die Objekte frei, die sich später auf einer mittlerer Tiefe befinden sollen. Verschieben Sie diese ebenfalls nach rechts (ca. 3% der Bildbreite). Das entspricht der halben Pixelanzahl, um die Sie das Hindergrundobjekt verschoben haben.

2-beispiel2

4. Lassen Sie die Objekte, die im Vordergrund erscheinen sollen, wo sie sind.
Diese Objekte befinden sich bei der Raumbildbetrachtung auf der Bildoberfläche. Wenn Objekte über der Bildoberfläche erscheinen sollen, müssen Sie diese nach links verschieben (roter Kreis, blaues Quadrat).     


 

5. Nun müssen Sie die Zonen, die durch die Verschiebung frei geworden sind, auffüllen. beispiel3Bei einer Grafik wie in der nebenstehenden Abbildung ist das recht einfach. Hier müssen Sie diese Zonen nur mit der Hindergrundfarbe (Weiß) ergänzen. 
Bei einer Fotografie ist das wesentlich schwieriger. Die Bildinformationen, mit der eigentlich die freigewordenen Zonen zu ergänzen sind, fehlen natürlich und müssen daher neu kreiert (oder erdacht) werden. 


 beispiel46. Nun haben wir drei Ebenen erzeugt. Um zusätzliche Ebenen einzufügen, können wir genau so vorgehen wie bisher beschrieben, nur mit weiteren Zwischenschritten. Das bedeutet, Sie haben weitere Objekte, die Sie unterschiedlich stark verschieben oder, sie dehnen bzw. stauchen ein Objekt im Bild horizontal (siehe graue Linien).


 
Mit der hier beschriebenen Methode (1-6.) können Sie nur zwei Stereoteilbilder erzeugen. Das reicht aus, um ein Raumbild im Anaglyphen - Verfahren bzw. für Stereobetrachter zu erzeugen.
Für 3D-Linsenrasterbilder benötigen Sie weitere Teilbilder (z.B. 10 Ansichten) des Motivs. Hier müssen Sie  zusätzliche Zwischenschritte einbauen. Bei 10 Ansichten bzw. Teilbilder wird ein Objekt kontinuierlich, Bild für Bild um 1/10 des maximalen Wertes verschoben. Beim Hindergrundobjekt (roter Punkt) entspricht das 0,6% der Bildbreite.
 
Computerprogramme,  die diesen Vorgang automatisieren sind zwar entwickelt worden, die Ergebnisse sind jedoch nicht befriedigend.

 

Sie können solche 2D/3D Konversionen manuell durchführen lassen von:
 
Hans Kühnlein, HK Graphix (Deutschland)
URL: www.hkgraphix.com
E-Mail: hk@hkgraphix.com
Tel: 09163 / 997880
2D -> 3D Konvertierung, Spitzweg


Thomas Sobotta, 3D Highlift (Deutschland)
URL: http://www.3d-highlift.de
E-Mail: info@3d-highlift.de
Tel: 02306 / 354473
 

Bernardo Galmarini (Argentinien, Sprache: spanisch, englisch)
URL:  http://apeiron-3d.tripod.com 
E-Mail: buenosaires3d@yahoo.com.ar
 
 
Régis Dupré (Red Upsiger) (Frankreich, Sprache: französisch, englisch)
URL:  http://www.lesyeuxenstereo.com
E-Mail: redupsiger@lesyeuxenstereo.com